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Risikolandkarte

Berufshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht für Selbstständige

Ein einziger Fehler in deiner Arbeit kann einen Schaden auslösen, der dein Geschäft kostet. Die Berufshaftpflicht steht dann zwischen dir und deinem Privatvermögen.

Pflichtfür viele beratende Freie Berufe, z. B. Architekt:innen und beratende Ingenieur:innen
Symbolfoto zum Thema „Berufshaftpflicht und Vermögensschadenhaftpflicht für Selbstständige“, ein ruhiges Arbeitsplatz-Motiv von Selbstständigen in gedeckten Petroltönen.

Wenn du andere berätst, gestaltest oder für sie arbeitest, haftest du für die Folgen deiner Arbeit. Anders als bei einem Sachschaden geht es hier oft um reine Vermögensschäden, also Geld, das deinem Kunden durch deinen Fehler verloren geht, ohne dass etwas kaputt ist. Die Berufshaftpflicht mit Vermögensschadendeckung ist für viele Selbstständige die wichtigste geschäftliche Police.

Welches Risiko trifft dich

Ohne Absicherung

  • Der Beratungsfehler

    Du gibst eine Empfehlung, die sich als falsch herausstellt, deine Kundin trifft auf dieser Basis eine teure Entscheidung. Der entstandene Vermögensschaden wird dir in Rechnung gestellt. Solche Forderungen können schnell fünf- bis sechsstellig werden.

  • Der übersehene Fehler im Projekt

    In deinem Konzept, Code oder Entwurf steckt ein Fehler, den niemand bemerkt, bis er beim Kunden Schaden anrichtet. Du haftest für die Folgekosten, auch wenn der Fehler unbeabsichtigt war.

  • Die verpasste Frist

    Du übersiehst einen Termin oder lieferst zu spät, und deinem Auftraggeber entsteht dadurch ein finanzieller Nachteil. Auch das ist ein Vermögensschaden, für den du einstehen musst.

So sicherst du dich ab

Die Berufshaftpflicht prüft für dich, ob eine Forderung berechtigt ist, wehrt unberechtigte Ansprüche ab (passiver Rechtsschutz) und zahlt berechtigte Schäden bis zur vereinbarten Deckungssumme. Entscheidend ist, dass die Deckung zu deinem tatsächlichen Tätigkeitsprofil und zu den Haftungsklauseln in deinen Kundenverträgen passt. Genau das prüfen wir mit dir, statt dir eine Standardpolice zu verkaufen, die im Ernstfall nicht greift.

Je nach Tätigkeit und Deckungssumme bewegen sich die Beiträge für Soloselbstständige häufig im Bereich von rund 150 bis 600 Euro pro Jahr.*

Beiträge sind tarifabhängig. Endpreis individuell nach Alter, Gesundheit und Berufsgruppe. Die genannten Werte sind unverbindliche Beispiele.

Das solltest du prüfen

  • Deckt deine Police reine Vermögensschäden, nicht nur Personenschäden und Sachschäden?
  • Passt die Deckungssumme zu den Haftungsklauseln in deinen Kundenverträgen?
  • Ist deine tatsächliche Tätigkeit korrekt und vollständig beschrieben?
  • Sind Nachhaftung und rückwärtige Deckung für laufende Projekte geregelt?
  • Brauchst du für gewisse Aufträge eine höhere Einzeldeckung?

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht?

Die Berufshaftpflicht deckt vor allem reine Vermögensschäden aus deiner fachlichen Arbeit, etwa einen Beratungsfehler oder Planungsfehler. Die Betriebshaftpflicht deckt Personenschäden und Sachschäden aus deinem Geschäftsbetrieb, zum Beispiel wenn jemand in deinen Räumen stürzt. Viele Selbstständige brauchen beide Bausteine; oft lassen sie sich kombinieren.

Ist eine Berufshaftpflicht für mich Pflicht?

Für einige Freie Berufe ist sie gesetzlich oder kammerrechtlich vorgeschrieben, etwa für Architekt:innen und beratende Ingenieur:innen sowie für Teile der rechtsberatenden und steuerberatenden Berufe. Für die meisten anderen Selbstständigen ist sie nicht Pflicht, aber bei reinem Vermögensschadenrisiko dringend zu empfehlen.

Reicht meine private Haftpflicht nicht aus?

Nein. Die private Haftpflicht schließt berufliche und gewerbliche Tätigkeiten ausdrücklich aus. Schäden, die im Rahmen deiner selbstständigen Arbeit entstehen, sind dort nicht gedeckt. Dafür brauchst du eine eigene Berufshaftpflicht oder Betriebshaftpflicht.

Was kostet eine Berufshaftpflicht für Selbstständige?

Das hängt stark von Tätigkeit, Umsatz und Deckungssumme ab. Für viele Soloselbstständige liegen die Beiträge im Bereich von rund 150 bis 600 Euro pro Jahr.* Wir vergleichen für dich, welcher Tarif zu deinem Risikoprofil passt.

Beiträge sind tarifabhängig. Endpreis individuell nach Alter, Gesundheit und Berufsgruppe. Die genannten Werte sind unverbindliche Beispiele.

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